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2012-01-04 17:12 (Kommentare: 0)

In tiefer Trauer

Es war sicherlich nicht leicht, mein Vertrauen zu ertränken.
Es hat im kalten Krieg, als die Mauer noch stand und der Feind klar definiert war, einen sehr guten Schwimmunterricht erhalten. Das erklärt auch, warum es so lange durchgehalten hat, warum es sich alle vier Jahre die Füße nass gemacht und sich durch den sumpfigen Boden zur Wahlurne geschleppt hat.
Es ist noch jedes Mal zurückgekehrt. Stark angeschlagen zwar, mit Wasser in der Lunge, doch ich konnte es jedes Mal wieder aufpeppeln.
Immer wieder einmal kam das Fass zum Überlaufen. Oft genug, um den Boden ganz matschig zu machen,  doch diesmal will es nicht aufhören. Die Pfütze ist keine Pfütze mehr. Teich oder See kann man sie schon betiteln, groß genug jedenfalls, um darin zu ertrinken.

Doch mein Vertrauen konnte schwimmen!

Es kann keine fahrlässige Tötung, muss ein brutaler Mord gewesen sein. Mit beiden Füßen muss die politische Klasse auf ihm herum gesprungen sein. So, wie die Kinder im Sandkasten mit Gummistiefeln und voller Wucht in den Schlamm springen und sich gegenseitig einsauen.
Jemand muss es dann entdeckt und rechtzeitig aus der Pampe gezogen haben, um es,  noch gerade lebendig genug um neue Hoffnung zu fassen, als Mahnung zur Geschlossenheit in die Luft zu halten.
Wie erbärmlich muss es nach Luft geschnappt haben, mit jedem Atemzug neuen Sand in die Lunge röchelnd, am Schlawittchen herumgereicht, um Gnade winselnd bei jeder einzelnen Partei!
Doch auch wenn der einzelne Politiker vielleicht Mitgefühl empfunden haben mag, wenn es gilt, die politische Klasse zu verteidigen, dann gibt es kein Pardon.
Am Ende haben sie es mit schlecht gespielter verhaltener Kritik dem Staatsoberhaupt überlassen, mein Vertrauen so lange mit dem Kopf in den Schlamm zu drücken, bis es nach einigen Zuckungen regungslos liegen blieb.

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